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Geschichte von Zypern

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Die bewegte Historie der weniger als 70 Kilometer vor der türkischen Südküste an einem der wirtschaftlich und politisch wichtigsten Schnittpunkte der mediterranen Welt zwischen Morgen- und Abendland liegenden Insel Zypern ist bis heute vor allem geprägt durch einen steten Wechsel von Herrschaftsverhältnissen, die zumeist weniger vom politischen Willen der heterogenen Bevölkerung als den Interessen auswärtiger Mächte bestimmt worden ist. Noch heute ist die etwa 9000 qkm große Insel in drei verschiedene Herrschaftsterritorien geteilt.

Über die Frühzeit der beinahe östlichsten bewohnten Mittelmeerinsel (östlicher liegt nur das syrische 0,2 qkm große Arwad) ist nur wenig bekannt. Es kann davon ausgegangen werden, dass die ersten dauerhaften Siedlungen auf Zypern bereits im 9. vorchristlichen Jahrtausend bestanden haben. Für die östliche Mittelmeerregion war Zypern unter anderem wegen des hier früh praktizierten Kupferabbaus von großer Bedeutung. Wenn auch die Geschichte der ersten Kulturen auf Zypern zum großen Teil noch Rätsel aufgibt, so gilt es immerhin als relativ gesichert, dass sich hier bereits in der frühen Antike Kleinkönigreiche mit differenzierten Herrschaftssystemen ausgeformt hatten. In dieser Zeit erlebte die Insel erstmals auch Fremdherrschaften hethitischer, phönizischer und griechischer Eroberer, der später Perser, Assyrer und Ägypter folgten. Besonders nachhaltig war der griechische Einfluss, der schließlich durch Übernahme wesentlicher Kulturelemente zur mehrheitlichen Hellenisierung der Zyprioten geführt hat.

Trotz wechselnder Oberherrschaften konnten sich auf der Insel oft lokale halbautonome oder sogar faktisch unabhängige staatliche Gebilde behaupten. Alexander der Große erfüllte 332 vor Christi den Wunsch der griechischen Zyprer und gliederte die Insel seinem Reich an. Nach dem Tod des legendären Makedonen wurde Zypern in dessen Nachfolge Teil des ägyptisch-hellenistischen Reichs der Ptolomäer, das im Jahr 55 vor Christi Zypern an das römische Reich abtreten musste. Damit hatte Rom die letzte große Mittelmeer-Insel seinem Machtbereich, zu dem damals bereits neben Sizilien, Korsika und Sardinien auch Malta, Kreta und die Balearen mit Mallorca und Menorca gehörten, einverleibt.

Von 395 bis 1185 gehörte Zypern mit Unterbrechungen zu Byzanz. Nach einer kurzzeitigen Episode (1185-1192) unter einem eigenen König, geriet die Insel unter die Herrschaft der Kreuzritter. 1489 machte sich Mittelmeer-Großmacht Venedig zur Herrin der Insel. Ihre Macht mussten die Venezianer 1573 an den osmanischen Sultan abtreten. Nachdem die osmanische Macht ihren Zenith überschritten hatte, riss Großbritannien, das Zypern zur strategischen Sicherung des Zugangs zum Suez-Kanal zu benötigen glaubte, 1878 die faktische Macht an sich. Die zunächst noch anerkannte protokollarische Herrschaft des Osmanischen Reiches wurde mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs hinfällig. Von 1914 bis 1960 war Zypern britische Kronkolonie, bevor es unter der Führung von Erzbischof Makarios nach langwierigen politischen Auseinandersetzungen als Republik selbstständig wurde. Die Briten sicherten sich aber die etwa 250 qkm große Militärbasis Akrotiri und Dhekelia als völkerrechtlich zu Großbritannien gehörendes Überseegebiet. Die Haupthypothek des jungen Staates, das ungeklärte Verhältnis zwischen der griechischen Bevölkerungsmehrheit und der starken türkischen Minderheit, führte 1963 bis 1964 zu einem verheerenden Bürgerkrieg und 1974 schließlich zur Intervention der Türkei. Seitdem besteht im Inselnorden eine nur von der Türkei anerkannte „Türkische Republik Nordzypern“.

Zypriotische und internationale Bemühungen, den ethnischen Konflikt friedlich zu lösen, scheiterten mehrmals an der Unnachgiebigkeit von Hardlinern auf der Insel, in Griechenland und in der Türkei.

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